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Die Brücke zwischen mir und anderen

Warum haben Sie sich für die Ausbildung zum Erzieher (m/w) entschieden?

Das ist eine Frage, die angehende Erzieher (m/w) in der Bildungsakademie Sachsen, Schulteil Leipzig im Vorstellungsgespräch regelmäßig hören.

Die Antworten gehen häufig in eine bestimmte Richtung: Spaß am Zusammensein mit Kindern. Der Wunsch, Kindern und Jugendlichen zu helfen und damit die Welt ein bisschen besser zu machen.

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Diesen Aussagen ist ein bestimmter Fokus zu entnehmen, der wertvoll ist. Die Erfahrungen zahlreicher pädagogischer Richtungen (Montessori, Freinet, Situationsansatz ... ) zeigen jedoch, dass der Wunsch zu helfen in der Praxis zu kurz greift.

Im Berufsalltag sind pädagogische Fachkräfte häufig mit Situationen konfrontiert, in denen der natürliche Impuls mitzufühlen, zu helfen, unter Umständen sogar mitzuleiden, das professionelle Handeln bremst.

Denn das Entscheidende sind die pädagogischen Schlüsse, die wir aus unserem Wissen über unterschiedliche Lebenswelten und unserem Zugang zu ihnen ziehen. Hierfür brauchen Erzieher die Fähigkeit zur Empathie.

Empathie beschreibt den schmalen Pfad durch die Gefühlswelt, der in pädagogischem Handeln gegangen werden soll. Der Psychotherapeut Carl Rogers hat es auf den Punkt gebracht: ein neugieriges, aber nicht forderndes und dennoch einfühlsames, nicht wertendes Annähern an die Gedanken- und Gefühlswelt eines anderen Menschen, so dass das Wahrgenommene gespiegelt werden kann, ohne es auf sich selbst zu übertragen: Empathie meint, „einen Menschen in seiner Welt zu verstehen und zu akzeptieren, so wie er sie empfindet“.¹

Bewusst gelebte Empathie schafft die Voraussetzung dafür, Menschen ihren Bedürfnissen entsprechend begleiten zu können – ohne in der Gefühlswelt des anderen zu versinken, aber auch ohne sich selbst aus dem Blick zu verlieren.

Ausgangspunkt für gelingende Empathie ist die ausgewogene Selbstwahrnehmung der Fachkraft. Nur wer in der Lage ist, die eigene Gefühlswelt reflektiert wahrzunehmen, kann sich auf professioneller Ebene empathisch anderen Menschen zuwenden.

Während der Ausbildung an der Bildungsakademie Dresden gGmbH setzen sich angehende Erzieher/innen mit diesem „schwierigsten und heikelsten Aspekt"² intensiv auseinander. Empathie soll erlebbar werden, für einen jeden von uns – sowohl in der fachtheoretischen Auseinandersetzung als auch im täglichen Umgang miteinander.

Quellen

1, 2 Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächstherapie URL [https://www.carlrogers.de/grundhaltungen-personenzentrierte-gespraechstherapie.html]. zuletzt aufgerufen am 21.06.2017

Weiterführende Literatur

Rosenberg, M. B. (2012): Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. 10. Auflage. Paderborn: Junfermann Verlag

Empathie blendet uns URL [http://www.zeit.de/2015/49/psychologie-empathie-terror-mitgefuehl-interview], zuletzt aufgerufen am 21.06.2017

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